"Jenseits der Silbernen See, umgeben von dreizehn grünen Bergen,
liegt das wundersame Königreich des Prinzen der Dämmerung..."

[Rezension] Michelle Hodkin - Was geschah mit Mara Dyer?



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Autor:                      Michelle Hodkin

Titel:                        Was geschah mit Mara Dyer?
                               (Originaltitel: The Unbecoming of Mara Dyer)
Verlag:                    dtv Verlag

Seiten:                     480, Broschiert

Preis:                       14,95 EUR

ISBN-13:                  978- 3423715362

Teil einer Reihe:       Teil 1 von 3

                                               Bewertung:  5/5



Ohne unsere Erinnerungen sind wir nur ein Schatten dessen, was uns ausmacht.
Doch sollte man sich wirklich an alles erinnern?

Mara erwacht in einem Krankenhaus und kann sich nicht erinnern,
was zuvor geschehen ist.
Sie hat vergessen, warum sie mit 2 Freundinnen und ihrem Freund nachts in einem baufälligen Gebäude war, trotz der Warnungen über die immer präsente Einsturzgefahr jenes Hauses.
Nur mit Glück konnte sie dem Tod entgehen, als die Ruinen in sich zusammenstürzten.
Ihre Freunde hatten leider nicht soviel Glück.
Das Ereignis wird als Unfall verbucht und Mara, die sich mit Selbstzweifeln quält, weil sie überlebt hat, zieht mit ihrer Familie weit weg, in eine andere Stadt, um neu anfangen zu können.

Jedoch ist der Neuanfang ist für Mara alles andere als leicht.
Ihre neuen Mitschüler sind arrogant und versnobt, ihre Spanischlehrerin hasst sie und zudem leidet sie unter Wahnvorstellungen und Albträumen, die sie immer mehr daran zweifeln lassen, ihr Leben je wieder normal führen zu können.
Als die Grenzen zwischen Realität und Einbildung immer mehr verschwimmen und es in ihrer unmittelbaren Umgebung immer mehr ungeklärte Todesfälle gibt,
kann ihr nur noch einer helfen:
Noah - Schulschönling, Womanizer & arroganter Arsch.
Doch auch er ist nicht, wie er auf den ersten Blick scheint und verfolgt zudem ganz eigene Pläne.

Mara weiss das ihr nur eine Chance bleibt, nicht den Verstand zu verlieren.
Sie muss sich erinnern, was in jener Nacht passierte. . .

Zum Buch:


Der Hype zum Buch ist erstmal an mir vorbei gegangen
und selbst als andere Blogger in höchsten Tönen schwärmten, dachte ich mir nur
'Wieder so ein übertrieben hochgelobtes Buch'.
Aber bereits mit der ersten Seite wurde mir bewusst, die Lobeshymnen kommen nicht von ungefähr.
'Was geschah mit Mara Dyer' ist anders.
Und zwar auf sehr positive Art.

Klar verwendet die Autorin gängige Klischees,
wie die neue Schule, der unnahbare tolle Kerl, der nur Augen für die Protagonistin hat.
Jedoch hören hier die Ähnlichkeiten zu anderen 0815 Fantasy Romance Geschichten auf, denn man bekommt eine Story vorgesetzt, die über weite Strecken unersichtlich, erschreckend und geradezu berauschend ist.

Immer wenn man glaubt, man hätte endlich verstanden, was dahinter steckt oder man schon meint, zu wissen, wie es ausgeht, wird man in eine neue aufrüttelnde Situation versetzt und ist wieder am Anfang seiner Vermutungen.

Dabei ist vor allem die Protagonistin Mara ein wichtiger Faktor, den Leser lange Zeit im Dunklen zu halten.
Ihr fehlen nicht nur wichtige Erinnerungen, sondern sie hat Wahnvorstellungen und Halluzinationen, die teilweise so real wirken, dass man mit ihr leidet und als Leser bald selbst glaubt, verrückt zu werden.
Man hofft, man bangt, man rätselt mit ihr und das Wechselbad der Gefühle, das Mara durchmacht, überträgt sich Stück für Stück auch auf einen Selbst.

Als hätte die Protagonistin nicht schon genug Probleme, drängt sich plötzlich auch noch Womanizer Noah in ihr Leben und bringt nicht nur ihre Gefühlswelt durcheinander, sondern sorgt für zusätzliche Spannung, da man schnell merkt, dass hinter seinem coolen Gehabe viel mehr steckt und er mehr zu wissen scheint, als er zuzugeben bereit ist.

Einziger Wehmutstropfen ist das Ende.
Es gibt bestimmt schlimmere Cliffhanger, jedoch ist die Aussicht, dass Teil 2 und 3 wahrscheinlich nicht ins Deutsche übersetzt werden sollen, etwas ernüchternd.
Jedoch wird auch dieser Umstand nichts daran ändern,
dass 'Was geschah mit Mara Dyer' bei mir eingeschlagen hat, wie eine Bombe 
und ich mir sofort den zweiten Teil besorgen werden - dann eben auf englisch!

Fazit:


Mit 'Was geschah mit Mara Dyer' ist Michelle Hodkin ein absolut fesselnder,berauschender Pageturner gelungen, der seine Leser mit auf ein Abenteuer in die Weiten der menschlichen Psyche nimmt, in der man schnell die Realität verliert und die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen.
Mitreissend, das Fürchten lehrend & rätselhaft!
Ein absolutes MUST-READ!


Uneingeschränkte Leseempfehlung!


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[Rezension] Anne Rice - Interview mit einem Vampir - Claudias Story


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Autor:                        Anne Rice

Art & Adaption:         Ashley Marie Witter

Verlag:                      Carlsen Verlag

Seiten:                       224, Hardcover

Preis:                         19,90 EUR

ISBN-13:                     978-3551782496

Empfohlenes Alter:      ab 14

Bewertung:        4,5/5




Claudia lebt in einem Zeitalter in dem Vampire noch das waren, als das wir sie kennen...
Blutrünstige Wesen, eiskalte Killer & frei von jedem Geglitzere im Sonnenlicht!

Doch sie lebt auch zu einer Zeit in der die Pest auf dem Vormarsch ist und die Leute einfach so dahinrafft.
Auch sie hätte wohl kaum eine Chance gegen die Seuche, würden sich nicht ihr Weg und der Weg der beiden Vampire Lestat und Louis kreuzen.
Lestat ein herzloser Mörder, der ohne zu Zögern tötet, erkennt in Claudia seine Chance Louis, der dem Leben als Vampir müde geworden ist, an sich zu binden, indem er die kleine Claudia zu einer der Ihrigen macht.
Louis kümmert sich fortan um das junge Mädchen, das innerlich zu einer erwachsenen Frau im Laufe der Jahre reift, jedoch äusserlich immer auf dem Stand eines kleinen Mädchen bleiben wird. Lestat sieht in Claudia eine willige Schülerin, die seinen eigenen Hunger nach Blut noch übersteigt.
Jedoch wird das Mädchen bald lustlos im Kreise der beiden Vampire und wünscht sich nichts sehnlicher, als die Welt zu entdecken, jedoch würde Lestat dies nie zulassen.
Bleibt nur eine Wahl...
Sie und Louis, an den sie ihr Herz vergeben hat, müssen Lestat töten.
Aber wie bringt man einen Vampir um?
Und welche Folgen hat es, sollte es gelingen?

Zur Geschichte:


Wer den Bestseller von Anne Rice kennt oder zumindest den Film dazu gesehen hat,
dem dürften die Protagonisten dieses Graphic Novels sehr bekannt vorkommen.
'Interview mit einem Vampir' hat mir immer schon gut gefallen,
da ich mich mit der Figur des Louis gut identifizieren konnte.
Jetzt hat man die Chance, die kleine Claudia kennen zu lernen,
die fürs Vampir sein, eigentlich viel zu jung ist.
Sie hatte keine Wahl und auch wenn sie sich mit dem Töten leichter tut als der melancholische Louis,
so belastet sie die Situation, niemals erwachsen zu werden
und niemals wie eine richtige Frau auszusehen doch sehr.
Ihr einziger Trost ist ihr festes Band zu Louis, der für sie Vaterfigur, Liebster und Zuflucht zugleich ist.
Dieses Comic erzählt die tragische Geschichte nicht neu und wer auf ein plötzliches Happy End spekuliert,
der wird wohl enttäuscht werden, aber man bekommt Einblicke in die Figur der Claudia und kann ihre Handlungen besser nachvollziehen, was sie für mich zu einer viel interessanteren Protagonistin macht,
als man bisher durch andere Medien erfahren konnte.
Der Schluss ist leider wie erwartet, was jedoch die Tragik der Handlung nicht weniger heftig macht
und man das ein oder andere Tränchen vergießt.
Jedoch hätte ein anderes Ende auch nur gestört.


Zu den Bildern: 


Der erste Gedanke war: Meine Lieblingsfiguren als Comicadaption? Oh mein Gott!
Jedoch gefiel mir das Cover sofort, sodass ich es mir ansehen musste, egal was kommt.
Und was ich sah gefiel mir ausserordentlich gut.
Die Geschichte ist in SepiaFarben gehalten, was dem Betrachter sofort ein Gefühl von längst vergangenen Tagen vermittelt und einem hilft in die Vergangenheit zurückzufinden.
Die einzigen Farben die sonst noch auftreten sind Rot für das Blut und Orange für das Feuer,
so dass man sofort beim Umblättern weiss, dass man an einer emotional wichtigen Stelle angelangt ist.
Der Zeichenstil weisst starke Mangaeinflüsse auf, was die kindliche Niedlichkeit von Claudia unterstreicht.
Jedoch bewegt sich der Zeichner auch stark in Richtung Graphic Novel und porträtiert uns damit die Figuren, die wir bereits aus dem Film oder dem Buch zu kennen glauben so unverkennbar, dass man sofort weiss, wen man vor sich hat.
Einziger Wehmutstropfen ist wohl, dass wir leider keine Fortsetzung erwarten können,
denn alle die die Geschichte kennen, wissen bereits wie sie ausgeht.

Fazit:


Interview mit einem Vampir 'Claudias Story' entführt den Leser zurück in eine dunkle Zeit, in der Vampire noch Macht hatten und zeigt uns, dass sie nicht nur Monster waren, sondern sich einige unter ihnen einfach nur genauso verzweifelt nach Zuneigung und Geselligkeit gesehnt haben wie jeder andere.
Der wunderbare Zeichenstil und die tragische Geschichte einer kindlichen Protagonistin ziehen einfach in den Bann. Für Fans von Anne Rice oder dem Film ein absolutes Must-read!