"Jenseits der Silbernen See, umgeben von dreizehn grünen Bergen,
liegt das wundersame Königreich des Prinzen der Dämmerung..."

[Rezension] James Frey - Endgame Die Auserwählten

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Autor:                   James Frey

Titel:                     Endgame - Die Auserwählten

Verlag:                  Oetinger Verlag

Seiten:                  592, Hardcover

Preis:                    19,99 EUR

ISBN-13:               978-3789135224

Teil einer Reihe:   Teil 1 von 3
                   
Bewertung:      4/5



Endgame hat begonnen und das Ende der Welt ist nah...



Zwölf Meteoriten werden auf der Erde einschlagen und damit den Weltuntergang einläuten.
Was wie eine schlechte Endzeitprognose klingt, wird schnell Realität.
Für zwölf junge Kämpfer startet daraufhin ein Wettlauf mit der Zeit.
Auf dem Spiel steht nicht nur ihr eigenes Überleben, sondern die Leben ihres ganzen Volkes.
Jeder Kämpfer wurde bereits frühzeitig auf seine Rolle als Spieler vorbereitet und musste Einiges entbehren.

Als es jedoch soweit ist, ist es auch für die zwölf Jugendlichen zwischen 13 und knapp 20
ein harter Brocken mit den Geschehnissen umzugehen.
Nicht nur müssen sie alles, was sie kannten, hinter sich lassen,
auch sind sie ahnungslos, was sie erwarten wird.

Welche Aufgaben werden sie meistern müssen?
Können Sie anderen Teilnehmern vertrauen oder sich gar verbünden?
Und was geschieht, wenn sie versagen?

Das erste Aufeinandertreffen  der Spieler fällt daher auch ziemlich angespannt aus.
Dass die Initiatoren dieses Wettkampfes zudem absolut undurchsichtig erscheinen und mehr Fragen aufwerfen als beantworten, macht es auch nicht leichter.

Doch es geht um Leben und Tod und schnell wird allen Spielern eines klar:
Es kann nur einen Gewinner von Endgame geben und nur dieser kann alle, die er liebt vor dem Untergang bewahren.

Zum Buch:


Weltuntergang, ein Spiel um Leben und Tod und 12 junge Kämpfer,
die gegeneinander antreten müssen.
Ja das klingt, als hätte man das schon mal gehört.
Doch bereits mit der ersten Seite ist Endgame anders und Parallelen zu Panem eher unfreiwillig zufälliger Natur.

Ich muss zugeben, es war der Hype, den es bereits weit im Vorfeld zu diesem Buch gab, der mich neugierig machte, was genau hinter diesem uminösen Endgame steckt.
Nicht nur versprach der Klappentext eine spannende Geschichte, auch das Drumherum liess mich lange vor Erscheinen mitfiebern.
In über 70 Ländern sollte das Buch am selben Tag erscheinen und zwar aus einem guten Grund:
Um allen Lesern die selben Chancen zu eröffnen, 500.000 Dollar in Gold zu gewinnen, wenn sie die Kryptorätsel, die sich im Buch verbergen richtig zu lösen wissen und einen Schlüssel finden.
Nunja, zugegeben ich dachte anfangs noch, ich hätte eine Chance.
Aber zwischenzeitlich sah ich ein dass es doch aufwendiger als gedacht war.
In die Geschichte fand ich jedoch sofort rein.

Jedes Kapitel weißt als Hilfestellung die Namen der Charaktere auf, die in Selbigem vorkommen,
was gerade am Anfang äußerst hilfreich für mich war, mich an die unterschiedlichen Namen zu gewöhnen, die teilweise schon recht ausgefallen waren.
Auch muss ich zugeben, dass ich vor allem zu Beginn immer wieder die Übersicht über die Charaktere am Buchende nutzte, um nicht jemanden zu verwechseln.
Aber ich gewöhnte mich sehr schnell an die Spieler und noch viel schneller, hatte ich bereits Einige davon lieb gewonnen.

Vor allem die besonnene Chiyoko, die stumm ist
und mehr beobachtet als ins Geschehen eingreift, hatte es mir von Anfang an angetan.
Sie ist nahezu lautlos und unsichtbar, wenn sie jemanden verfolgt und weiss zudem typisch japanische Waffen genauso gut einzusetzen, wie die Kampfkunst,
die ihr schon als kleines Mädchen beigebracht wurde.
Wirkte sie anfangs wie eine kleine Kampfmaschine auf mich, so gewann sie vor allem durch den Spieler An für mich an Menschlichkeit und ich wusste sofort 'Das ist mein Favorit'.

Aber auch Jago, der sich mit der amerikanischen Spielerin Sarah zusammen tut, war mir ziemlich schnell sympathisch. Durch seine liebevoll ruppige Art wirkte er schnell vertrauenswürdig auf mich und auch wenn ich seine Schwärmerei für besagte Sarah nicht ganz nachvollziehen konnte, so ertappte ich mich immer wieder bei dem Gedanken, dass ich auch ihm den Sieg bei Endgame durchaus gönnen würde.

Jedoch begegneten mir auch einige Charaktere, die mir schnell ziemlich verhasst waren.
Zum Beispiel der riesenhafte, ziemlich arrogante Maccabee, der solange alles nach seinem Plan läuft eiskalt ist, jedoch zu einem gefühlten Riesenbaby mutiert, sobald er eine drauf bekommt und er improvisieren soll.

Noch schlimmer und dabei definitiv der Träger des 'Most Hated' Preises war für mich eigentlich nur Baitsakhan, mit 13 der jüngste der Spieler, aber ein Sadist wie er im Buche steht.
Töten und Foltern sind für ihn das Grösste und er glaubt, wenn er erst alle anderen Spieler getötet hat, ist ihm der Sieg absolut sicher.

Leider konnte ich mich auch mit der am meisten vorkommenden Sarah nicht wirklich anfreunden.
Hatte ich mit den Leseproben gedacht, ich hätte bereits einen Draht zu ihr, so konnte ich ihre Handlungen dann teilweise absolut nicht nachvollziehen oder war gegen Ende des Buches regelrecht geschockt, wie weit sie gehen würde, um sich den Sieg zu sichern.

Zu vielen der anderen noch vorkommenden Charaktere muss ich zugeben hätte ich mir zudem mehr Informationen gewünscht oder mehr Handlung mit ihnen, aber ich hoffe, dass dies in den Folgebänden noch der Fall sein wird und wir nicht nur 'All American Darling' Sarah weiter verfolgen müssen.

Positiv fand ich auf der anderen Seite vor allem James Freys kurzen prägnanten Erzählstil, der Tempo und Action in das Geschehen brachte und mir immer wieder das Gefühl gab, mich in einem Film zu befinden, der vor Spannung und Adrenalin kaum zu überbieten ist.
Allerdings muss ich sagen, war der Höhepunkt für mich eher verhältnismäßig enttäuschend.
Dabei war es nicht einmal der Ausgang, den ich zugegebener Maßen bereits fast so erwartet hatte, sondern mehr das 'Wie', das mir nicht nur missfiel, sondern mich vielmehr ziemlich verärgert zurück gelassen hat.
Das ist auch der Grund, warum das Buch, dass über Längen 5 Sterne verdient hätte, nurmehr 4 Sternen von mir bekommt, einfach weil es mich nicht loslässt, was der Autor sich bloß dabei gedacht hat.
Aber dafür werde ich ihn wohl selber fragen müssen.

Fazit:


Mit 'Endgame - Die Auserwählten' gelingt James Frey ein fulminanter Start in eine Trilogie, die nervenaufreibender kaum beginnen kann.
Dynamische Dialoge, eine actiongeladene Handlung und Charaktere die man hassen und lieben kann, machen es dem Leser leicht, sofort in die Geschichte einzusteigen und gemeinsam mit den Spielern in eine noch ungewisse Zukunft zu blicken.
Zudem sorgen geheimnisvolle Kryptorätsel und ein Marketing, das jeden in den Bann zieht, dafür, dass an Endgame dieses Jahr absolut niemand vorbei kommt.

Trotz eines unzufriedenstellenden Endes ein absolutes Mustread!

Kommentare:

  1. Hmpf... Jetzt bin ich wieder neugierig -.-
    Find deine Rezi echt gut.

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    1. Bleib einfach an der Tour dran.
      Da kannst du das Buch dann ja auch gewinnen :)

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  2. Hey =)

    Also ich weiß nicht, ich weiß nicht... ich überlege immernoch, ob das Buch etwas für mich ist. Ich bin mir selten so unsicher. Ich werde wohl noch ein bisschen die Blogtour verfolgen =)

    LG
    Anja

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    1. Ich glaube man darf einfach nicht zu voreingenommen dran gehen dann reisst es einen wirklich sofort mit.

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