"Jenseits der Silbernen See, umgeben von dreizehn grünen Bergen,
liegt das wundersame Königreich des Prinzen der Dämmerung..."

[Blogtour] Lauren Oliver - Panic: Tag 4 - Gruppenzwang


Gestern hat euch Sabrina von den Bookwives etwas über Mutproben erzählt.
Sicherlich hat jeder in Laufe seines Lebens schon mal an einer teilgenommen.
Aber warum ist das so?
Müssen wir lernen, bei einigen Dingen 'Nein' sagen zu können?
Gruppenzwang hört sich immer nach verzweifeltem Kind/Teenager an, der/die entweder bestimmte Kleidung tragen will/muss oder bestimmter Dinge toll finden soll.
Aber sind es wirklich nur Kinder und Jugendliche?



Gruppenverhalten ist uns angeboren.
Gerade in kleineren Gruppen tun wir ganz unbewusst, was alle Anderen tun
und können hinterher nicht einmal erklären warum wir es getan haben.
In der Gruppe fühlen wir uns sicher und das ist etwas ganz Natürliches.
In folgendem Video (einfach den Link klicken, gab leider kein Youtube Video)
haben es die Leute von Galileo mal unter die Lupe genommen und ich war doch sehr überrascht.

Galileo Videoversuch: Herdentrieb

Aber Gruppenverhalten ist nicht immer gut.
Gerade in Zwangsgemeinschaften, wie Kindergarten, Schule oder Arbeit, wo man sich die Menschen um Einen herum nicht aussuchen kann, kommt es in Gruppen schnell zu Mobbing.
Einfach weil Jemand die falsche Kleidung trägt, die falsche Musik hört oder die falschen Freunde hat,
wird er zum Opfer derer, die sich als beliebt und angesagt ansehen.
Glauben kann man es kaum, wenn man Nachrichten hört, in denen Menschen sogar Selbstmord begehen,
weil sie den Druck und das Mobbing nicht mehr aushalten.
Aber wirklich etwas unternehmen tut auch niemand, sei es aus Angst selbst zum Opfer zu werden oder weil man glaubt eh nichts ausrichten zu können.

Zivilcourage ist eben nicht so einfach, wie sie sich von aussen betrachtet anhört.
Jedoch hat die 22-jährige Tuğçe uns allen gezeigt, was es heisst für jemand Anderen einzustehen,
ganz unabhängig ob man die andere Person kennt, als sie zwei junge Mädchen schützte, die belästigt wurden.
Ja der Fall endete tragisch, aber es sollte uns allen zeigen, dass Mut, Selbstlosigkeit & Interesse an den Mitmenschen niemals umsonst ist.

In 'Panic - Wer Angst hat ist raus' spielen diese Gruppendynamiken eine sehr grosse Rolle, denn Frau Oliver schafft auch bewusst ein Setting, in dem die Protagonisten durch Armut gequält sind und sich so bestimmte Zwänge und Hierarchien viel schneller entwickeln können, als in einer 'Heilen Welt'.
Man erlebt sozusagen 'live' sowohl positive als auch sehr negative Momente, in denen die Charaktere gezwungen sind, sich zu entscheiden - entweder sie bleiben im sicheren Schutz der Gruppe oder sie schwimmen gegen den Strom, egal was passiert.

Mehr möchte ich zu dem Thema erstmal nicht sagen, da es ganz schön ausufern würde,
aber ich denke ich habe euch alle ein bisschen aufrütteln können und hoffentlich auch neugierig gemacht, wie sich 'Panic' der Thematik annimmt.

Morgen geht es dann bei Nicole von About Books weiter mit einem sehr interessanten Interview mit der Autorin Lauren Oliver, die euch sicherlich auch verraten wird, warum ihr Buch einen solchen Hintergrund hat.


Die Stationen nochmal im Überblick:

14.12. Born From The Sky
19.12. Gewinnerbekanntgabe

Die Gewinner sind:

Sarina Bader aus Berlin
und
Kasia Michalski aus Mannheim


Kommentare:

  1. Hallo,

    danke für die tolle Blogtour! Hier ist meine Antwort:

    Ich war noch nie in einer Situation, in der ich eingreifen musste und ich frage mich immer, wie ich reagieren würde.
    Ich schätze mich aber so ein, dass ich nicht tatenlos zusehen würde.

    Wenn man aber immer wieder in den Medien Berichte davon hört, dass die Retter ebenfalls verletzt oder sogar getötet wurden (aktuell vor knapp einer Woche in meiner Stadt), wird einem ganz Angst und Bange. Schikane wird zu Bedrängnis und Bedrängnis schnell zu körperlichem Angriff. Woher kommt dann noch der Mut, sich in brenzligen Situationen einzumischen?
    Man erhält die unmissverständliche Nachricht, sich lieber herauszuhalten. Es ist traurig, dass die Gesellschaft sich dahin entwickelt hat, aber auch verständlich. Denn wer riskiert sein Leben für jemanden, den er nicht kennt?

    Ganz liebe Grüße
    Litis
    (http://litis-fabelhafte-welt-der-buecher.blogspot.de)

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  2. Ein toller Beitrag zu einem aktuellen und wichtigen Thema!

    Ich muss sagen, ich war noch nie in einer Situation, in der ich hätte eingreifen oder helfen können. Aber ich frage mich in letzter Zeit auch öfter, wie ich reagieren würde.

    Natürlich würde ich gern sagen: Da gehe ich dazwischen und helfe dem Opfer, ist doch klar! Nur leider kann ich das, wenn ich ehrlich bin, nicht so pauschal sagen... Das kommt ganz auf die Situation an, wenn es ein einzelner Täter ist, der mir körperlich nicht überlegen ist, würde ich eher selbst eingreifen.

    In anderen Fällen, in denen ich Angst um mich selbst haben muss, am besten die Polizei rufen oder andere Leute ansprechen und zur Hilfe holen. Aber das ist ja auch schon viel wert!

    Schade ist ja, dass man sich überhaupt solche Gedanken machen muss und andere vielleicht Angst haben, überhaupt auf die Straße zu gehen. Schockierend, wie sich unsere Gesellschaft entwickelt hat und es müsste mehr Ideen und Aktionen geben, um dem entgegen zu wirken! Ein schwieriges Thema...

    Liebe Grüße und wirklich eine tolle Blogtour mit interessanten Beiträgen!

    Kristina

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  3. Hallo,

    dein Beitrag hat mir auf wirklich sehr gut gefallen und ich denke auch es ist ein Thema vor dem man die Augen nicht verschließen sollte.

    Also ich selbst war noch nie in einer solchen Situation.
    Ob ich eingreifen würde? Hm, das ist schwer zu sagen, es hängt wohl von der wirklichen Situation ab. Ich kann das nicht so pauschal sagen.
    Aber Zivilcourage ist in meinen Augen schon wichtig. Nur leider gibt es zu wenig davon und meist passiert den Helfenden mehr als dem Geholfenen.
    Wenn ich aber jemanden sehen würde, der dazwischen geht, würde ich ihn versuchen zu unterstützen, selbst wenn es nur das Hilferufen wäre.

    Liebe Grüße Manja

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  4. Hallo,

    danke für den tollen Beitrag. :-) Das Thema finde ich sehr wichtig.

    Ich habe mich schon öfters aus dem Fenster gelehnt und Menschen, die schikaniert werden, geholfen. Meistens lief es darauf hinaus, dass sich die Aufmerksamkeit dann auf mich richtete, aber ich kann dann auch einfach nicht aus meiner Haut ´raus. Zum Glück waren es keine gefährlichen Situationen. Wie ich mich dann verhalten würde, kann ich nicht sagen...

    Liebe Grüße
    Petra

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  5. Hey, stehen dir Gewinner schon fest?

    LG, Mary <3
    http://marys-buecherwelten.blogspot.de/

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