"Jenseits der Silbernen See, umgeben von dreizehn grünen Bergen,
liegt das wundersame Königreich des Prinzen der Dämmerung..."

[Rezension] Chris Weitz - Young World # 1 (Die Clans von New York)


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Autor:                   Chris Weitz

Titel:                     Young World - Die Clans von New York

Übersetzer:          Katharina Orgaß & Gerald Jung

Verlag:                  Dtv Verlag

Seiten:                  384, Hardcover

Preis:                   18,95 EUR

ISBN-13:               978-3423761215

Bewertung:  4.5/5



In einer Welt in der die Erwachsenen Vergangenheit sind...



Donna und Jefferson leben in einer Welt ohne Erwachsene und Kinder.
Eine Seuche hat alle Erwachsenen getötet und auch alle Babys und Kleinkinder dahingerafft.
Einzig Jugendliche hat sie verschont, aber jeder der erwachsen wird, muss genauso sterben.

Der Retter ist ein Enzym im Blut der Jugendlichen, was erst mit der Pubertät entsteht und je näher man dem 18. Lebensjahr kommt, deutlich weniger wird und man dann der Seuche zum Opfer fällt.
Die Jugendlichen haben sich in Gruppen zusammengetan, sogenannten Clans, um ihre Überlebenschancen zu vergrössern, denn einzelne Personen, kommen in einer Welt, in der Waffen, Essen und ein Zuhause Macht bedeuten, nicht sehr weit.

Jefferson, der mit ansehen musste wie seine komplette Familie stirbt und der den Platz seines älteren Bruders Washington einnimmt, fühlt sich verantwortlich für den Clan, den sein Bruder geleitet hat und auch wenn er bei Weitem nicht die Selbstsicherheit und die Kraft seines Bruders hat, glaubt er, er müsse einen Weg finden, alle zu retten, allen vorran Donna, die er schon von Kindesbeinen an kennt und in die er heimlich verliebt ist.

Als Brainbox, das Bastelgenie der Gruppe, einen Hinweis entdeckt, dass es wohl einen wissenschaftlichen Bericht über genau das Enzym zu geben scheint, das die Jugendlichen am Leben hält und man diesen in der Nationalbibliothek finden müsste, steht für Jefferson fest, dass sie diese Chance nutzen müssen, egal wie gross die Wahrscheinlichkeit ist, dass es überhaupt Rettung gibt.
Also schnappt er sich Brainbox, Donna und Peter, Donnas besten Freund und sie machen sich auf den gefährlichen Weg zur Bibliothek.

Doch es kommt alles ganz anders und schnell sehen sich die Freunde Gefahren gegenüber mit denen sie in der Sicherheit ihres Clans nie gerechnet hätten.

Ist der Inhalt dieses Essays wirklich so wichtig, dass er ganze Menschenleben aufwiegt?
Und was sollen sie als Nächstes tun, wenn sie ihn in den Händen halten?

Zum Buch:


Bereits als uns das Buch im Frühjahr auf der Buchmesse vorgestellt wurde, war ich hin und weg.
Die Idee klang zwar nicht neu, aber das Setting gefiel mir auf Anhieb.
Desweiteren war ich sehr gespant wie sich ein bekannter Filmregisseur und Produzent wohl als Autor eines Jugendbuches machen würde.
Und ich wurde nicht enttäuscht.

Der Einstieg war sofort interessant und durch die wechselnde Sichtweise von Jefferson und Donna,war es mir von Anfang an sofort möglich, mich mit beiden Personen zu identifizieren.

Jefferson ist eher der nachdenkliche, stille Typ, der immer im Schatten seines grossen Bruders stand. Er fühlt sich immer für andere verantwortlich und will das Beste für Jeden.
Vor allem für Donna, mit der er seit seiner Kindheit befreundet ist und für die er schon eine Weile Gefühle hat, es ihr aber nicht sagen kann.
Er ist mutig und gewissenhaft und opfert sich für seine Liebsten auch auf wenn es sein muss.

Donna ist das genaue Gegenteil von ihm.
Sie ist gradeheraus, sagt was sie denkt, auch wenn sie andere damit vor dem Kopf stösst und hat gelernt, ihr Innerstes vor Anderen zu verbergen und keine zu engen Bindungen einzugehen.
Aber auch wenn sie vorgibt egoistisch zu sein, so kümmert sie sich gerne um Andere und versorgt diese ärztlich, wie sie es von ihrer Mutter gelernt hat.
Jefferson ist ihre einzige Verbindung zur Zeit vor der Seuche und auch wenn sie es nicht zugibt, hängt sie sehr an ihm.

Die wechselnde Perspektive hatte noch einen Vorteil.
Man kann als Leser in die Gedanken beider Protagonisten schlüpfen und Situationen aus verschiedenen Blickwinkeln wahrnehmen, was mir sehr gefallen hat.
Auch lernt man so die Nebencharaktere, mit denen die Protagonisten ja unterschiedlich eng verbandelt sind besser kennen und so waren auch diese mir schnell sympathisch.

Die Welt, die der Autor beschreibt, hingegen ist erschreckend real und vor allem extrem gewaltätig.
Ich war gefangen zwischen der Neugier, wie eine Welt ohne Erwachsene aussehen würde und der Abscheu, wie sehr mich die Gewalt an die reale Welt erinnerte.
Verstärkt wurde dieses Gefühl durch die Aktualität die Chris Weitz in diese Geschichte bringt.
Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass das Geschehen nicht in ferner Zukunft liegt, sondern bereits morgen stattfinden könnte und das fesselte mich nur noch mehr an das Buch.
Aber auch der fast schon drehbuchhafte Stil der Dialoge und die kurzen prägnanten Sätze liessen mich immer mehr gespannt den Atem anhalten.

Das Ende kommt unerwartet, vor allem weil der Leser mit diesen neuen Informationen leider schnell allein gelassen wird und sich fragt, wie sich die Welt weiter entwickeln wird.
Aber auch wenn es einen kleinen Cliffhanger gibt, so hat es meine Neugier nur noch mehr anheizen können und ich freue mich bereits auf Mai, wenn es endlich weiter geht.

Fazit:


Mit 'Young World - Die Clans von New York', gelingt Chris Weitz, ein mitreissendes, fesselndes Abenteuer, in einer Welt, die von allem verlassen scheint. Spritzige und sympathische Protagonisten, ein lockerer, umgänglicher Schreibstil und ein grausames, angsteinflössendes Setting, geben diesem Trilogieauftakt so viel Präsens, dass man als Leser regelrecht von dieser Endzeitvision verschlungen wird.

Klare Leseempfehlung für Fans von spannenden Stories à la The Tribe und Gone

1 Kommentar:

  1. Hallo,

    das Buch habe ich auch vor kurzem gelesen und sehe alles bis auf den Schluss genauso wie du. :) Das Ende war für mich nämlich viel zu abrupt und unwirklich. Trotzdem werde auch ich den 2. Band lesen.

    LG
    Steffi

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