"Jenseits der Silbernen See, umgeben von dreizehn grünen Bergen,
liegt das wundersame Königreich des Prinzen der Dämmerung..."

[Rezension] Soman Chainani - School for Good and Evil #1



Kaufen??? H I E R !!!
Autor:                   Soman Chainani

Titel:                     School for Good and Evil
                             Es kann nur eine geben

Übersetzer:          Ilse Rothfuss

Verlag:                  Ravensburger Verlag

Seiten:                  512, Hardcover

Preis:                   16,99 EUR

ISBN-13:               978-3473401277

Bewertung:  3.5/5



Weil Gut und Böse immer im Auge des Betrachters liegen


Agatha und Sophie könnten unterschiedlicher kaum sein.

Sophie ist hübsch und immer gut gelaunt
und hat nur ein Zeil vor Augen - der Welt zu zeigen wie toll und prinzessinnenhaft sie ist,
um diese Jahr endlich vom geheimnisvollen Schulmeister geholt
und in die Schule für Gut und Böse gebracht zu werden.
In ihr steckt nämlich eine waschechte Prinzessin, soviel ist sie sich sicher.

Agatha hält von diesem Märchenhumbug nicht sehr viel.
Das stille dunkelhaarige Mädchen, das mit seiner Mutter auf einem Friedhof lebt,
möchte eigentlich nur ihre einzige Freundin Sophie weiter um sich haben.
Alle anderen Kinder haben Angst vor Agatha, dabei könnte die keiner Fliege was zu Leide tun
und doch sagt Sophie immer wieder sie wäre eine wunderbare Hexe, so grässlich würde sie aussehen.

Der Schulmeister kommt, doch es passiert etwas mit dem Keines der beiden Mädchen gerechnet hätte.
Er schnappt sich zwar beide Mädchen und bringt sie in die Schule für Gut und Böse, jedoch landet die schüchterne Agatha bei den zukünftigen Prinzessinnen von Immer und Sophie muss sich bei den Bösen von Nimmer durchschlagen, die so gar keinen Sinn für Ästhetik zu haben scheinen.

Für beide Mädchen beginnt eine Höllenzeit, denn niemand scheint zu glauben,
dass in der schmuddelig schwarzen Agatha eine reine Prinzessin
und in der glitzernden rosa Sophie eine abgrundtief böse Hexe stecken kann.
Den Mädchen bleibt nur eine Lösung - irgendwie müssen sie wieder nach Hause kommen.

Zum Buch:

Ich war schon seit ich das Cover das erste Mal gesehen hatte gespannt auf dieses Buch.
Gut und Böse sind im Märchen ja ganz klassisch zu unterscheiden.
Aber in der realen Welt gibt es nun mal nicht nur schwarz und weiss sondern hunderte von Grautönen.
Und mit diesen bekommt es der Leser auch mit Agatha und Sophie zu tun.

Die rosa tragende, sich selbst am meisten liebende, Sophie könnte glatt als neues Disneyprinzesschen durchgehen. Doch wenn man sie näher kennenlernt, wird ganz schnell klar, wie egoistisch, dumm und selbstverliebt sie eigentlich wirklich ist und wie sehr sie die unschuldige Agatha eigentlich ausnutzt.

Agatha, ist alles andere als hübsch und schwarz trägt sie nicht weil es ihre liebste Farbe ist, sondern weil man da den Schmutz am wenigstens dran sieht.
Sie hat im Dorf in dem sie mit Sophie lebte keine Freunde und glaubt Sophie wäre die einzige wirkliche Freundin neben ihrem Kater und dass sie sie beschützen müsse.
Leider merkt sie daher auch nicht dass sie für Sophie nur eine Art Charityprojekt ist, um auch sicher sein zu können, vom Schulmeister geholt zu werden.

Beide Mädchen sind mehr als geschockt als sie in der gegenteiligen Schule ankommen und halten es für einen Irrtum. So lustig ich auch Sophies Scheitern fand, so nervig wurde ihr ständiges Rumgejammer in meinen Augen.
Agatha, die sich und ihre Freundin da raus holen will, muss Sophie immer wieder unter die Arme greifen, weil diese einfach nicht verstehen will, dass sie keine Zukunft an dieser Schulen haben können und ihr einziges Happy End, ihre Flucht wäre.

Anfangs erwartete ich dass die beiden Mädchen sich nach einer kurzen Phase eingewöhnen würden und man jeweils einem Wunderkind auf jeder Seite dabei zusehen könnte, wie sie Grosses leisten, aber je mehr Zeit verging, desto schneller gab ich diese Hoffnung auf.
Immer wenn ich dachte, jetzt käme endlich Spannung auf und etwas Unvorhergesehenes passiert, kam schon nach ein paar Seiten wieder ein Dämpfer und das bremste meinen Lesefluss gewaltig, genauso wie der monotone Erzählstil des Autors, der mir anfangs noch geholfen hatte gut in die Geschichte rein zu kommen.

Schlimmer fand ich allerdings alle weiteren Charaktere ausser Sophie und Agatha.
Selten sind mir durchweg unsympathische Nebencharaktere aufgefallen, wie in diesem Buch.
Keine andere Person konnte ich auch nur ansatzweise in Herz schliessen.
Aber vielleicht lag das auch daran, dass diese, genauso wie Sophie; ständig ihre Laune änderten und mir das einfach irgendwann auf den Nerv ging.

Einzig der doch sehr unvorhergesehene Schluss konnte mich aus meiner Lithargie reissen und doch noch mal ein Feuer entfachen und ich war froh, bis zum Ende durchgehalten zu haben, denn auch wenn ich es ungern zugebe, wissen wie es weitergeht, möchte ich nun schon.

Fazit:

Mit 'School for Good and Evil' erzählt Soman Chainani uns ein Märchen, wie es der Leser absolut gar nicht erwartet und gibt uns einen Blick hinter die Kulissen, wie Bösewichte und Prinzessinnen zu dem werden, was sie sind. Jedoch konnten mich die etwas müde ausgearbeiteten Protagonisten, die unsympathischen Nebencharaktere und der kaum ansteigende Spannungsbogen nur mittelmässig begeistern, auch wenn Fans von Märchengeschichten hier sicherlich ein Auge zudrücken würden.


Noch ausbaufähiger Auftakt einer Märchentrilogie




1 Kommentar:

  1. Heyho,

    das Buch klingt schon sehr interessant und steht auch auf meiner WuLi, daher bin ich super neugierig auf die Story. :)

    Liebe Grüße,
    Ruby

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