"Jenseits der Silbernen See, umgeben von dreizehn grünen Bergen,
liegt das wundersame Königreich des Prinzen der Dämmerung..."

[Aktion] Königliche Adventszeit #9 : Ferne Welten entdecken



Hay schön dass ihr auch heute wieder unseren Adventskalender verfolgt.
Wir alle lieben den Königskinder Verlag und hoffen euch unsere Herzensbücher und Lieblingsgeschichten näher bringen zu können.

Heute geht es bei mir um mein Herzensbuch,
das ich so gar nicht auf dem Schirm hatte, 
aber beim Lesen konnte es mich vollkommen überzeugen.

"Da ist es, mein Herz. Es mag aus tausend Stücken zusammengeflickt und etwas mitgenommen sein, aber es schlägt. Eindeutig."

Dieses tolle Zitat stammt aus 
Bonnie-Sue Hitchcocks Buch 'Der Geruch von Häusern anderer Leute'


ET: 18.03.2016 \  Preis: 17,99 € \ Seiten: 320


Für alle Neugierigen habe ich hier natürlich auch noch den Klappentext.

Alyce weiß nicht, wie sie Fischen und Tanzen in Einklang bringen soll.
Ruth hat ein Geheimnis, das sie nicht mehr lange verbergen kann.
Dora will ihren Vater nie wieder sehen und wird von Dumplings Familie aufgenommen.
Hank und seine Brüder hauen von zu Hause ab, doch einer von ihnen gerät dabei in große Gefahr. Und trifft auf Alyce …
Hier, unweit des nördlichen Polarkreises, wo der Alltag manchmal unerbittlich ist,
kreuzen sich ihre Lebenswege immer wieder. Sie kommen einander näher,
versuchen einander zu retten. Und wenn man es am wenigsten erwartet, gelingt es.

Wie ihr seht, hat diese wunderbare Geschichte sogar den 
Deutschen Jugendliteraturpreis gewonnen - völlig zurecht!

Schon letztes Jahr konnte ich im Zuge eines kurzen Besuchs von Bonnie-Sue in Deutschland 
eine kurze Lesung und ein tolles Gespräch mit ihr und der Übersetzerin 
Sonja Finck im tollen Buchpalast besuchen 
und möchte euch damit dieses spezielle Buch ans Herz legen.

Sonja Finck (Übersetzerin) und Bonnie-Sue Hitchcock
(Bild: Marion Hübinger)
Vor der Lesung im Interview mit den 'Bücherfressern'
(Bild: Marion Hübinger)

Die Autorin ist selber in Alaska aufgewachsen und wie ihre Protagonisten hatte sie es nicht leicht.
Man selber kann sich die Zustände kaum vorstellen, daher wirkten einige Passagen in ihrem Buch auch sehr surreal auf mich, aber während ihren Erzählungen konnte ich mich immer mehr in ihr Heimatland und ihre Jugend einfühlen.

Sie erzählte zum Beispiel, dass sie selber jahrelang mit ihrer Familie zum Fischen auf dem Kutter war und dass es für sie als Kind völlig normal war Fische auszunehmen.
Nicht nur mir war sowas zum Beispiel fremd.
Auch die Übersetzerin, die viel Mailkontakt beim Übersetzen mit der Autorin hatte, musste immer wieder nachfragen, wenn ihr einige Handlungen der Charaktere fremd waren, die die Autorin aber selber als völlig normal sah.

Ich möchte euch nicht zuviel verraten aber bereits am Anfang des Buches gibt es eine solche Stelle und ich war für einen Moment sehr verwirrt, aber nach der Lesung war mir klar, dass es für Kinder aus dem Alaska der 60er Jahre eine völlig harmlose und normale Handlung ist.
das sorgte für einigen Spass bei der Lesung das kann ich euch sagen.


Abschliessend muss ich euch noch kurz sagen warum ich finde, dass jeder dieses Buch gelesen haben sollte und was mit daran so gut gefallen hat.

Wir haben immer unsere festgefahrenen eigenen Vorstellungen, wie das Leben verlaufen sollte, was gut oder was schlecht ist und wissen dabei gar nicht, wie schwer es andere Generationen und Bevölkerungen haben, die nicht wie wir mit einem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen sind.
Ja die Charaktere aus 'Der Geruch von Häusern anderer Leute' müssen leiden, müssen kämpfen und zusammenhalten, aber sie zeigen auch wie es sein kann, wenn man sich auf Freunde verlassen kann und das Glück überall auf dieser Welt zu finden ist.
Das Buch lässt einen mit dem beruhigenden Gefühl zurück, 
dass alles gut werden kann - irgendwann, wenn wir nur alles dafür tun!

Lust darauf bekommen?

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